Um dem elitären Kunstgeschmack einiger Leser nachzukommen ;-)
Freitag, 6. November 2009
Samstag, 24. Oktober 2009
Herbst im Bikezirkus "Tiefi"
Nebel zieht übers Ellertal - kein Hauch ist mehr von der fränkischen "Toskana" zu spüren. Die Luft ist kühl und feucht. Das Laub raschelt beim Spaziergang durch die "Schlucht". Immer auf der Hut, ob nicht ein MTBler den Weg runterdonnert. Die Kinderlein sammeln Nüsse und Stecken. Der Bach ist wohlgefüllt, mäandert dem Tal entgegen. Pech gehabt! Anderes Wasser hat es zu Quellwasser gebracht und darf nun hoffen, zu einem ganz besonderen Stoff veredelt zu werden. Bockbier! Als der Hunger zu groß wird, kehren wir um und ein beim Anstich beim Hönig in Tiefenellern.

Köstlich. Der Bikezirkus lässt einen eben nie hängen. Denn noch eine zweite Brauerei-Perle wird uns noch mit dem goldenen Gerstensaft beglücken! Vergessen ist die Toskana - in und um Tiefigibt's auch im Herbst und Winter dolce vita...

Köstlich. Der Bikezirkus lässt einen eben nie hängen. Denn noch eine zweite Brauerei-Perle wird uns noch mit dem goldenen Gerstensaft beglücken! Vergessen ist die Toskana - in und um Tiefigibt's auch im Herbst und Winter dolce vita...
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Altissimo oder Materie vs. Geist
Diesen Herbst hat es mich noch einmal an den Lago gezogen und dieses Mal sollte nach vier vergeblichen Versuchen eine perfekte Altissimo-Runde gelingen - mit mehr oder weniger großen Nebenwirkungen. Weder verfuhren wir uns noch fing es an zu schütten noch brach die Dunkelheit über uns herein noch vernichteten wir nennenswerte Höhenmeter auf Asphalt oder Schotter.

Nachdem wir am Freitag den "Katzensprung" - mehr ein Großkatzen- also Tigersprung - nach Torbole absolviert hatten und unser Quartier in bester Lage bezogen hatten, starten wir nach einem opulenten Frühstück zur Tour auf den "Höchsten". Kaum eingefahren wurde uns nach 300 hm schon der Fehdehandschuh hingeworfen. Der Wille zu Kämpfen war da, die Beine locker. Also ran an den älteren, drahtigen Italiener - lange hält der das Tempo nicht durch... hat er aber dann doch! Na gut, wieder vernünftig lasse ich halt abreißen... Vernünftig? Weit gefehlt. Hatte sich mein überforderter Körper doch - wohl mittels eines humanoiden Trojaners - meines Geistes bemächtigt und mir suggeriert, ich wollte langsamer fahren. Kaum hatte ich einen Tritt herausgenommen, hatte mein Körper sein Ziel erreicht und machte auf rosa Duracell-Häschen. Gerade noch so "schnell" kurbeln, dass ich das Gleichgewicht nicht verliere. Nach ein paar Stunden schwarz zu sein ist ja nichts Neues für mich, aber nach wenigen 100 hm! Und noch mit vielen 100 hm vor mir! Damit nicht auch noch Combatant 3 auf mich aufrollte, musste bald ein Boxenstopp her. Und kaum war der Riegel verdrückt, bog der Verfolger auch schon um die Ecke. Etwas langsam geguckt uns schon war er enteilt. Wieder war der Wille da aufzuholen, aber dieses Mal ließ sich der Körper nicht überrumpeln. Nur mit äußerster Mühe konnte ich mich im "Windschatten" eines Österreichers heranarbeiten. Endlich waren dann der Gipfel und v. a. die Hütte erreicht und die Depots konnten aufgefüllt werden.

Statt die Abfahrt über die Schotterstraße zu beginnen, wählten wir den Wanderweg 622 zur Malga Campi - ein guter Entschluss.

Weiter ging es über den bekannten Downhill Richtung Festa. Und mit abgesenkter Sitzgelegenheit war er auch größtenteils fahrbar.

Andere setzten auf die Federtechnik (Combatant 3) oder beides (Combatant 2). Dies führte zu einer starken Euphorisierung der Combatanten. Adrenalin und Endorphin durchspülten den Körper. Und so lösten sich Körper und Geist...

Wie auf Wolken schwebten wir scheinbar körperlos die Felsabsätze hinunter. Nur irgendwann verhakte sich bei Combatant 3 das Material mit der Materie und Körper und Seele wurden schlagartig - Schlag ist durchaus wörtlich zu verstehen - eins. Grausam spickte er in ein Felsenmeer ein. Vorbei der Rausch, der Höhenflug war beendet, alleine Körper war - deutlichst - zu spüren - Katerzeit.
Mit letzten Kräften schaffte es Combatant 3 noch zurück auf die Strada Monte Baldo und in die Zivilisation, während die restliche Kampfgruppe die restlichen 1000 hm auf den Malga-Zures-Trails bewältigten. Schwer zu verstehen, dass diese geniale Variante mir bisher entgangen war. Zunächst ein äußerst flowiger Trail, der ambivalente Gefühle auslöst. Flowig = geil = minimaler Höhenverlust = umso steilerer Rest des Wegs. So war es dann auch.

Doch war der größte Teil fahrbar, was zu erneuten Glücksräuschen führte. Und der Trail endete nicht wie erwartet bei 600 hm, sondern - die Materie hatte ein Einsehen mit uns und geleitete uns wohlwollend bis nach Nago.

Glücklich erreichten wir bei angenehmen 20 Grad und nach 2000 hm Downitrails die Windsbar, wo die Vernunft erneut der Neigung weichen musste. Auf der Altissimo-Hütte wurde das Weizen ob des Preises von 4,20 noch empört zurückgewiesen. Die 4,50 in der schwer belieferbaren Windsbar...egal... Was für eine Tour! Und Combatant 3 hat sich auch schon wieder erholt!
Nachdem wir am Freitag den "Katzensprung" - mehr ein Großkatzen- also Tigersprung - nach Torbole absolviert hatten und unser Quartier in bester Lage bezogen hatten, starten wir nach einem opulenten Frühstück zur Tour auf den "Höchsten". Kaum eingefahren wurde uns nach 300 hm schon der Fehdehandschuh hingeworfen. Der Wille zu Kämpfen war da, die Beine locker. Also ran an den älteren, drahtigen Italiener - lange hält der das Tempo nicht durch... hat er aber dann doch! Na gut, wieder vernünftig lasse ich halt abreißen... Vernünftig? Weit gefehlt. Hatte sich mein überforderter Körper doch - wohl mittels eines humanoiden Trojaners - meines Geistes bemächtigt und mir suggeriert, ich wollte langsamer fahren. Kaum hatte ich einen Tritt herausgenommen, hatte mein Körper sein Ziel erreicht und machte auf rosa Duracell-Häschen. Gerade noch so "schnell" kurbeln, dass ich das Gleichgewicht nicht verliere. Nach ein paar Stunden schwarz zu sein ist ja nichts Neues für mich, aber nach wenigen 100 hm! Und noch mit vielen 100 hm vor mir! Damit nicht auch noch Combatant 3 auf mich aufrollte, musste bald ein Boxenstopp her. Und kaum war der Riegel verdrückt, bog der Verfolger auch schon um die Ecke. Etwas langsam geguckt uns schon war er enteilt. Wieder war der Wille da aufzuholen, aber dieses Mal ließ sich der Körper nicht überrumpeln. Nur mit äußerster Mühe konnte ich mich im "Windschatten" eines Österreichers heranarbeiten. Endlich waren dann der Gipfel und v. a. die Hütte erreicht und die Depots konnten aufgefüllt werden.
Statt die Abfahrt über die Schotterstraße zu beginnen, wählten wir den Wanderweg 622 zur Malga Campi - ein guter Entschluss.
Weiter ging es über den bekannten Downhill Richtung Festa. Und mit abgesenkter Sitzgelegenheit war er auch größtenteils fahrbar.
Andere setzten auf die Federtechnik (Combatant 3) oder beides (Combatant 2). Dies führte zu einer starken Euphorisierung der Combatanten. Adrenalin und Endorphin durchspülten den Körper. Und so lösten sich Körper und Geist...
Wie auf Wolken schwebten wir scheinbar körperlos die Felsabsätze hinunter. Nur irgendwann verhakte sich bei Combatant 3 das Material mit der Materie und Körper und Seele wurden schlagartig - Schlag ist durchaus wörtlich zu verstehen - eins. Grausam spickte er in ein Felsenmeer ein. Vorbei der Rausch, der Höhenflug war beendet, alleine Körper war - deutlichst - zu spüren - Katerzeit.
Mit letzten Kräften schaffte es Combatant 3 noch zurück auf die Strada Monte Baldo und in die Zivilisation, während die restliche Kampfgruppe die restlichen 1000 hm auf den Malga-Zures-Trails bewältigten. Schwer zu verstehen, dass diese geniale Variante mir bisher entgangen war. Zunächst ein äußerst flowiger Trail, der ambivalente Gefühle auslöst. Flowig = geil = minimaler Höhenverlust = umso steilerer Rest des Wegs. So war es dann auch.
Doch war der größte Teil fahrbar, was zu erneuten Glücksräuschen führte. Und der Trail endete nicht wie erwartet bei 600 hm, sondern - die Materie hatte ein Einsehen mit uns und geleitete uns wohlwollend bis nach Nago.
Glücklich erreichten wir bei angenehmen 20 Grad und nach 2000 hm Downitrails die Windsbar, wo die Vernunft erneut der Neigung weichen musste. Auf der Altissimo-Hütte wurde das Weizen ob des Preises von 4,20 noch empört zurückgewiesen. Die 4,50 in der schwer belieferbaren Windsbar...egal... Was für eine Tour! Und Combatant 3 hat sich auch schon wieder erholt!
Dienstag, 6. Oktober 2009
Der Vollzeitmann
Wieder eine herrliche Kolumne von Achim Achilles! Solange man darüber schmunzeln kann, ist's noch nicht so schlimm...
Sonntag, 27. September 2009
Sch***-Wetter
Was für ein Spätsommer!! Kein Wölkchen am Himmel, angenehme 20 Grad. Biken wird zum Traum. Gestern waren mal wieder die Trails um Leutenbach und Egloffstein dran, die mich seit meinem Wohnortwechsel nur noch selten zu Gesicht bekommen. Beste Bedingungen lassen mein Herz höher schlagen, die Höhenmeter purzeln, meine neue "Rakete" beißt sich in den trockenen Untergrund und knackt zahllose Bucheckern - nicht überhörbares Zeichen, dass sich das Jahr dem Ende zuneigt.
Aber wo bleibt der Arbeitsflow? Das Wetter zwingt einen ja förmlich es zu genießen! Sch***-Wetter!
Montag, 17. August 2009
Dolos_2009_semi?

Der Herrgott hat es mit einigen Regionen dieser Erde ja besonders gut gemeint: mit Franken und auch mit den Dolomiten. In diese Championsleague des Bikesports hat es uns nun mal wieder gezogen - d. h. elend lange und sacksteile Uphills, die Sturzbäche an Schweiß hervorrufen, und nahezu endlos lange Singletrailabfahren.

Damit paart - hier schleichen sich erste semierotische Schwingungen des dolomitischen Bikespaßes ein - sich ein grandioses Panorama mit fahrtechnischen Herausforderungen: Wo bitte soll hier ein fahrbarer Weg ins Tal führen?

Aber auf unsere Tourenbeschreibungen war wider Erwarten größter Verlass. Kaum ein Meter zu schieben, dafür Singletrails vom Feinsten...

... so dass sich semireligiöse mit semierotischen Gefühlen zu komplettkomplexorgastischen Empfingungen vereinten!!

Auch wenn das Wetter am Ende seinen alpinen wechslhaften Charakter zeigte, die Dolos sind ein fantastischer Bikespot und nach getaner Arbeit waren die Bikes recht aufgearbeitet und die Fahrer glücklich, und zwar nicht nur semi...
Dienstag, 11. August 2009
Thüringen im Sommer
Die Jahrhundertsommer 2003 und 2006 haben in Deutschland zu einem kollektiven Evolutionsschub der Bevölkerung geführt, mit der Folge, dass jeder normale Sommer als zu schlecht empfunden wird. Nichtsdestotrotz sind die zahlreichen, in der Norm liegenden Niederschläge für einen Frischluftsportler auf Dauer etwas enervierend ... zumal die Schuhe kaum noch trocknen. Insofern kann obiges Foto als Symbolfoto dieser Radsaison dienen.
Unser kleiner Urlaub führte uns an die Gestade des Hohenwarte-Stausees, der, gesäumt von Datschen, die Saale staut.
Mit dem Renner rollte ich frohen Mutes Richtung Kronach, um dann den Frankenwald zu erklimmen, die ehemalige Zonengrenze zu passieren und in das idyllische thüringische Schiefergebirge vorzudringen,
das mit landschaftlichen Reizen nicht geizt und auch seine jüngere Vergangenheit nicht verheimlicht ;-)
um dann auf unserem Campingplatz den definitv windgeschütztesten und unschattigsten und in der Folge heißesten Ort des Bundeslandes zu beziehen. Auch ein normaler August bringt einen gewaltig zum Schwitzen...
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