Was für ein Wetter. Trotz gestrigen Bockbierfests musste ich heute einfach auf's Bike. Noch einmal bei goldenem Herbstwetter die heimatlichen Trails genießen, die dank des dichten Laubteppichs nicht mal so matschig waren.
Gut, in den Downis waren dann unter den Blättern zwar einige Überraschungen versteckt, aber egal. Der "Bikezirkus Tiefenellern" bietet und fordert eben "alles", bevor es dann im Tiefflug Richtung Heimat geht, diesmal ohne Stopp in der Stammkneipe:
Ausreichend Tageslicht emphiehlt sich unbedingt und das Verhältnis zum Förster bzw. Waldbesitzer scheint hier bestens zu sein :-)
Gestern war es soweit. Zwar noch Oktober, die Berge rund um Schammelsdorf zierten aber schon vereinzelte Schneereste.
Zeit sich ein warmes Plätzchen zu suchen, um die Erlebnisse der letzten Zour noch einmal Revue passieren zu lassen oder um sich zum hundertsten Mal über die Vor- und Nachteile des von mir noch anzuschaffenden Bikes zu ereifern... und den einen oder anderen Bock zu genießen...
In durchaus bemerkenswerte Gefilde führte der diesjährige Familienurlaub. Zwar war uns der Wettergott nicht gerade gnädig gestimmt, dem landschaftlichen Reiz tat dies aber keinen Abbruch.
Verwunschene Wasserfälle und mächtige Quellen, die imposanten Felskesseln entspringen.
Auch zum Rennradfahren bietet der Jura feinste Touren. Genauso steil wie bei uns - nur länger und vor einer (noch) grandioseren Kulisse. Wehmütig - mein Bike verstaubte zu Hause - habe ich auch zahlreiche Markierungen für MTB-Touren registriert. Und kulinarisch wird man mit Comte verwöhnt.
Deshlab wird man mich wohl sicherlich in nicht allzu ferner Zukunft durch die dortigen Wälder, entlang den Flüssen und über die kahlen Höhen biken sehen...
Gestern lud noch herrlichster Sonnenschein dazu ein, durch die goldenen Wälder zu pedalieren, heute - passend zum Wochenstart - trübstes und feuchtestes Novemberwetter: Synonym für depressive Gemütslagen.
Um diesen Anfechtungen begegnen zu können, ist es uns in weiser Voraussicht gelungen, unsere winterliche Bikerunde und den anschließenden "wilden" Stammtisch zu institutionalisieren. Die "Schammelsreiter"-Krüge sind da und harren der Implementierung im Rahmen einer konstitutierenden Sitzung.
Die Weichen für eine erfolgreiche Wintersaison sind also gestellt, zumal der Winterpokal erneut seine motivierende Wirkung entfalten wird. In diesem Sinne, das Wetter ist nie mehr zu schlecht um nicht wenigstens bis zur Verpflegungsstation zu kommen ...
Endlich Ferien. Mal Zeit mit den Lieben durch das romantische Bamberg zu schlendern und dem Gabelmo an Besuch abzustatten. Fragt sich, wer vor wem mit dem pitoresken Zaun geschützt werden muss. Die Götter sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Zwecks Erholung kam es dem Verfasser kürztzeitig der Gedanke, Gott und Kinder die Plätze tauschen zu lassen ...
Einst zierte er 50-Mark-Scheine, gab Straßen seinen Namen oder wurde in Bronze vergegenwärtigt. Heute gerät er mehr und mehr in Vergessenheit - und das zu Recht. Aber so ein paar Gedanken hatte der Intulektuelle schon, die noch immer aktuell erscheinen:
Der Arbeiter kommt müde und erschlafft von seiner Arbeit heim; er findet eine Wohnung ohne alle Wohnlichkeit [vielleicht etwas übertrieben, mittlerweile gibt es ja TV, Kühlschrank und Zentralheizung, …]; er bedarf dringend einer Aufheiterung, er muss etwas haben, das ihm die Arbeit der Mühe wert, die Aussicht auf den nächsten sauren Tag erträglich macht; seine abgespannte […] Stimmung […] wird durch seine übrige Lebenslage, […] durch seine Abhängigkeit von allen möglichen Zufällen […] bis zur Unerträglichkeit gesteigert; sein geselliges Bedürfnis kann nur in einem Wirtshause befriedigt werden.
Auch sonst war er wohl ein ganz netter Kerl: Einen Chateau Margaux hielt er für Glück, der Zahnarzt bedeutete das Gegenteil, er hatte eine Abneigung gegen hochnäsigen Frauen und sein Motto war: Immer mit der Ruhe. So hat er es zumindest in einem Posiealbum kund getan. Allein das ist schon recht sympathisch.
Hätten seine Epigonen seine ja geradezu fränkische Seite etwas mehr gewürdigt und seine Theorien nicht so verbissen radikalisiert ... wer weiß, was uns erspart geblieben wäre ;-)
Tüchersfeld Unfassbares geschah am vorvergangenen Sonntag auf dem Uhlweg nahe Tüchersfeld. Vielen ist dieser Weg als flowiger Trail Richtung Behringermühle bekannt - genau richtig um vor der "Rampe" hoch nach Moritz noch einmal Kraft zu tanken. Zumindest mentale.
Nicht so jenes sensible Rocky Mountain Element Team. Als eines der wenigen im "tribal"-Gewand war es sich seiner besonderen Verantwortung für den Ruf der Marke bewusst. Und dann durfte es nie mal so richtig die Handbremse lösen. Immer wieder musste es abgewrackten Familienmitgliedern am Berg den Vortritt lassen - und hinunter auch wieder.
Zu viel für eine Leistungssportlerseele. Immer wieder versuchte jenes Rocky seinen Fahrer los zu werden und warf ihn immer wieder ab. Doch vergebens, der Fahrer gab nicht auf! Für das Prestige nahm er gerne ein paar Schürfwunden in Kauf. Für jenes Rocky - verzweifelt wie es gewesen sein musste - gab es nur einen Ausweg. Als ihm auf allerfeinstem Trail wieder die Weiterfahrt verwehrt wurde, reichte es. Es zerstörte sich selbst, um dem Elend eine Ende zu machen. Die kunstvoll gefertigte Hinterstreben brach. Der Fahrer wurde zum Geher. Doch ob jenes Rocky seiner Familie damit einen Gefallen getan hat?