Apropos familiär - wenigstens ein Fan: "Du bitht thmuthig"
Sonntag, 27. April 2008
Hassbergritt
Apropos familiär - wenigstens ein Fan: "Du bitht thmuthig"
Sonntag, 6. April 2008
Emanzipation - Ein Propagandamärchen?!
Apropos Geist. Die Wissenschaft bringt's auf den Punkt: "Das ist in der Tat faszinierend. Ich glaube, das ist kulturelles Menschheitserbe. Von den antiken Philosophen bis zur digitalen Revolution der Neuzeit, all diese fantastischen, Zeit und Raum überspringenden Welten, all das ist doch eine durchgängige Geschichte des männlichen Geistes."
Folge: "Die Frauen sind nicht zufällig noch immer nicht in den Spitzenpositionen angekommen. Sie bewegen sich lediglich hervorragend in einem Bildungsideal, das gar nicht mehr zeitgemäß ist. Die Jungs sind da schon längst wieder weiter. Das wird die männliche Dominanz fortschreiben. [...] Daran wird auch die propagandastärkste Emanzipation nichts ändern." Noch Fragen?!
Donnerstag, 20. März 2008
Ostern - ein Frühlingsfest
Der Mensch der Wissensgesellschaft spürt noch immer seine anarchischen Wurzeln - ich sage nur Frühlingsgefühle oder "der aufrechte Gang", der ihn direkt zum Kühlschrank führt. Er hat aber keine Chance ein Karnickel zu fangen - und falls doch, würde er sich aus wohl moralischen Gründen scheuen, dieses zu opfern. Daher verlegt er sich auf die Opferung von Schokoladenosterhasen. Logo wird auch da geopfert. Die guten Vorsätze aus der Fastenzeit, die errungenen Abnehmerfolge, die Figur an sich. Eigentlich paradox, wirkt sich dies sicherlich nicht förderlich auf die Frühlingsgefühle aus - so 500 Gramm billige Milchscholkolade im Magen. Aber das Verhalten des homo sapiens der Gegenwart ist insgesamt nicht arm an Paradoxien.
Welch gelungene Einleitung zu einem völlig ausgetretenen Thema, das einen aber echt fertig macht: Das Wetter und die angebliche Klimakatastrophe. Das Wetter mach depressiv. Von Erwärmung keine Spur. Ostera lässt sich nicht foppen (und auch sonst nichts) weder von Schokohasen noch von Karnickeln und echte Hasen stehen auf der Roten Liste, sind also nur schwer aufzutreiben. Klar, dass die Katholiken, das schöne heidnische Frühlingsfest okkupierten und mit dem Osten, der aufgehenden Sonne, dem Licht und der Hoffnung verbanden. Aber im Osten geht bei dem Wetter auch keine Sonne auf (zu mindest nicht sichtbar). Wo bleibt denn da die Hoffnung (bitte keine religiösen Tipps) auf Frühling??? Bei dem Blick aus dem Fenster!
Montag, 4. Februar 2008
Endlich fertig!
Ich wollte schon nicht mehr daran glauben, zu endgültig, zu teuer sahen die "Außer Betrieb"-Schilder auf den Schilderbrücken auf der A73 bei Erlangen aus, als dass man sie für ein Provisorium hätte halten können.
Und siehe da, mal nix zu meckern, der Verkehr fließt wirklich besser! Jippi! Das merkt man v. a dann, wenn der Standstreifen mal wieder blockiert ist! Aber auch dann informiert einen die Verkehrslichtzeichenanlage souverän: Stau! Wer hätte das gedacht!
Sonntag, 6. Januar 2008
AlpenX 2007 #8 - Finale Grande
Tag 8: Jippi! Die letzte Etappe steht an – und die sollte noch einmal einen Downhill vom Feinsten bieten. Und als Cool-Down eine – wirklich – nur sehr kleine Schiebepassage. Nicht dass einem nach den doch recht üppigen Schiebeeinlagen etwas fehlt, wenn sie so plötzlich aufhören.

Nun denn – gemach! Als letzte Biker verlassen wir das Refugio Graffer. So kommen wir problemlos an unsere MTBs, die am Abend vorher im Schuppen gnadenlos eingebaut worden waren. Der Rückstand ist auch so groß, dass wir unsere Konkurrenten nicht mehr im Trail einholen sollten – und dann auch nicht – dummerweise! Glücklicherweise überschritt nach wenigen Fahrmetern – etwa 100 – die Sonne die Felsspitzen der Brenta, die sich in das Kobaltblau des alpinen Morgenhimmels bohren, so dass wir unsere Madritsch-Kleidung (man wird sensibel) ablegen konnten.

1000 hm Trail vom Feinsten warten. Quasi komplett fahrbar. Trocken. Ein Traum. Ich fahre hier schon zum zweiten Mal und auch drittes, viertes … Mal wäre phantastisch. Einer der TopTenTrails der Alpen.


In unserer Arroganz (ich sage nur Madritsch) lassen wir eine Gruppe Biker hinter uns – und auch den Abzweig zum Val d’Agola. Es beginnt eine längere capomäßige Suche. „So weit unten können wir doch nicht sein!“ Ein Was-nicht-sein-darf-nicht-sein-kann-Blick in die Karte bringt halt nicht viel. Schließlich wird die Befürchtung Gewissheit, wir müssen den sacksteilen Drecksschotter doch hinauf. Okay, ein kleines Gutzi am letzten Tag – egal. Garniert wird die Variante mit einer kleinen Bachüberschreitung, die dann einem Kombattanten doch nachhaltiger die Laune verdorben hat – sind halt doch recht glatt die Steine! Wen hat's wohl erwischt??

Ratzfatz geht’s dann im letzten Ausscheidungsrennen hoch zum Lago d’Agola, bevor dann die letzten Schiebe-Höhenmeter zum Passo Bregn de l’Ors anstehen.

Dann fliegen wir vis-a-vis zur Adamello-Gruppe – welch ein Panorama – hinunter nach Stenico.

Im allerletzten Ausscheidungsrennen, erst gegen eine geguidete AlpenX-Gruppe (ha) und dann gegen uns selbst, nehmen wir den Passo di Balino und rollen hinab zu den Gestaden des Lago di Riva. Der erste Blick auf den See ist immer wieder ein erhebendes Gefühl. Und – WIR HABEN ES GESCHAFFT. Klasse war’s, super Spaß hat es gemacht, super Team (g'stritten hama net) und nicht ganz einfach war’s. An die vielen Eindrücke werden wir uns noch lange erinnern.

Dies musste natürlich noch gebührend gefeiert werden – wo sonst als am Lago: Einkaufen,

fratzen (jetzt hät ma fast doch noch g'stritten, so a schöns bägla, und die Schilda sieht ma kaum),

Blicke schweifen lassen,

ausruhen in der Jugendherberge (mancher wäre spätestens jetzt für den Gehfrei aus dem Zug der Anreise dankbar gewesen).
Apropos Zug: Nie mehr vom Lago zurück nach Bamberg mit diesem Verkehrsmittel. Die ewigen Aufenthalte und die Umsteigerei treiben einen ja geradezu in Hände der Rauschmittel – nüchtern ist das Trauerspiel (14 Stunden – ok, wer lesen kann spart sich drei Stunden) kaum zu ertragen. Wenigstens genug Zeit, die Tour wieder und wieder Revue passieren zu lassen …
Facts: 74 km, 1400 hm, 4:31 h
Ref. Graffer – Ref. Valesinella – Val d’Agola – Passo Bregn de l’Ors – Stenico – Riva
Allover: 460 km, 18000 hm, 40.29 h
Mittwoch, 26. Dezember 2007
AlpenX 2007 #7 - Männerpass

So geht es erst einmal an die 2000 hm hinunter nach Tuenno, dann durch Apfelplantagen wieder hinauf Richtung Lago di Tovel –ein kleines Ausscheidungsrennen, das auch für einen klaren Kopf sorgt. Einkehr. Dann beginnt der Offroad-Teil des heutigen Tages:

Der anvisierte Übergang durch das Herz der Brenta entpuppt sich als ein weiterer „Männerpass“. Durch die herrliche Brenta geht es meist schiebend zum Passo Groste. Beeindruckende Felsformationen, seltsam anmutende Wolkengebilde und Einsamkeit.



Dies ändert sich schlagartig mit der Passüberquerung.

Liftanlagen, Presslufthammer und Bagger, die für die Gewinnsteigerung der kommenden Wintersaison den halben Berg umgraben. Der Tag klingt vor dem Refugio Graffer beim Alpenglühen aus. Mit Vorfreude auf den kommenden Downhill und die letzten Kilometer nach Riva steigen wir schließlich zufrieden in unsere Betten – wenigstens die Kombattanten, die noch nicht erkältet sind ;-)
Facts: 36 km, 1900hm, 4:07h
Rif. Peller – Tuenno – Lago die Tovel – Passo Groste – Rif. Graffer
Montag, 3. Dezember 2007
AlpenX 2007 #6
Dann stand die Bezwingung des Rabbi-Jochs an – ein alter Bekannter: also erst gemütlich bis hinter zum Talschluss, dann eine brutale Rampe, dann schieben. Aber alles im Rahmen.

Und ein wirklich sehr schöner Downhill.

Da bei diesem Thema Worte nur einen dürren Eindruck vermitteln können, sollen dieses Mal bewegte Bilder einen Eindruck vermitteln. An dieser Stelle sei auch ausdrücklich unserem Fotografen für die hervorragenden Bilder gedankt. Unter Einsatz seines ganzen Fahrkönnens und todesmutig sind ihm hier einmalige Aufnahmen gelungen:
Der Rest des Tages ist rasch erzählt - rascher als gefahren. Nach Getrödle zwecks Nahrungs- und Wärmeaufnahme war es nicht mahr ganz früh, bis wir endlich den letzten Anstieg angehen: Über die Ausläufer der Brenta zum Rifugio Peller. Eigentlich eine Kleinigkeit. 1000hm auf Schotter, wenn man sich nicht verfährt. Einmal wenn man sich auf die Karte und nicht das Roadbook verlässt, ist natürlich das Roadbook genauer als die Karte. So landeten wir auf einem beknackten Wanderweg und schafften es gerade so bis Einbruch der Dunkelheit zur Hütte. Als Belohnung wartete dann eine eiskalte Dusche, weil es dort nur einmal am Tag eine Stunde warmes Wasser gibt. Eine gewisse Entschädigung stellte dann das Abendessen – besser gesagt die Getränkeverpflegung dar. Mit dem Gefühl, es ja fast geschafft zu haben, genossen bzw. soffen wir den Hauswein. Und gar köstlich war irgendein Gebräu des Hüttenwirts…
Facts: 56 km; 2800 hm; 5,44 h
St. Nikolaus – Rabbi-Joch –Male – Rif. Peller

