Dienstag, 11. August 2009

Thüringen im Sommer


Die Jahrhundertsommer 2003 und 2006 haben in Deutschland zu einem kollektiven Evolutionsschub der Bevölkerung geführt, mit der Folge, dass jeder normale Sommer als zu schlecht empfunden wird. Nichtsdestotrotz sind die zahlreichen, in der Norm liegenden Niederschläge für einen Frischluftsportler auf Dauer etwas enervierend ... zumal die Schuhe kaum noch trocknen. Insofern kann obiges Foto als Symbolfoto dieser Radsaison dienen.

Unser kleiner Urlaub führte uns an die Gestade des Hohenwarte-Stausees, der, gesäumt von Datschen, die Saale staut.


Mit dem Renner rollte ich frohen Mutes Richtung Kronach, um dann den Frankenwald zu erklimmen, die ehemalige Zonengrenze zu passieren und in das idyllische thüringische Schiefergebirge vorzudringen,


das mit landschaftlichen Reizen nicht geizt und auch seine jüngere Vergangenheit nicht verheimlicht ;-)


um dann auf unserem Campingplatz den definitv windgeschütztesten und unschattigsten und in der Folge heißesten Ort des Bundeslandes zu beziehen. Auch ein normaler August bringt einen gewaltig zum Schwitzen...

Montag, 3. August 2009

Wechselvoll

Der letzte Post hat irgendwie schon das Motto für die erste Hälfte dieses Jahres vorgegeben. Insofern wenig Wechsel. Das Halbjahresende hat für mich aber immerhin einen Wechsel der Arbeitsstätte mit sich gebracht. Erspart werden mir die Fahrten nach Erlangen. Sogar per Velo wird meine neue Wirkungsstätte zu erreichen sein. Dieses zusätzliche Trainingspotential mag auch zu einem Wechsel meiner Kondition führen. Mann habe ich mich gestern beim Keiler Bike-Marathon alt gefühlt. Ist aber auch hart als ältester Jahrgang einer Wertungsklasse anzugehören. Aber hier steht ja bald ein Wechsel an. Ob man bezüglich des Verlassens der Dreißiger allerdings frohgemut sein soll...


Wechselhaft war v. a. das Wetter. Als hätte es nicht schon genügt, schon am ersten (endlosen) Anstieg permanent am Anschlag zu fahren, um wenigstens nicht aus dem Mittelfeld zu fallen, setzte nach ca. einer halben Stunde Regen ein. Bergauf wurde der Boder schwerer, auf schnellen Schotterabfahrten irgendwie leichter. In Form von Fontänen spritzte und schoss er mir ins Gesicht und natürlich die Augen. Nur auf den Downhilltrails spielte mir der Wechsel der technischen Anforderungen in die Hände und so konnte ich in der finalen Abfahrt wenigstens noch drei Plätze gut machen. Nach gut fünf Stunden waren Material - v. a. die Schaltung - und Mensch - v. a. das Kreuz - am Ende. Und jetzt wechsle ich erst einmal in den Standby-Modus...

Dienstag, 31. März 2009

Eine Hymne auf Bamberg

Das hat gerade noch gefehlt:

Dienstag, 13. Januar 2009

Der Eisbär-Ride - welch' Folter!

Nein, das Wetter war es diesmal nicht. Sonne und blauer Himmel. Die Strecke war ob des entweder etwas wenig oder zu viel Reibung bietenden Bodenbelags ansprechend. Und auch die Kälte hatte eher Herausforderungscharakter (jetzt erst recht, immerhin kein Wind). Aber das Begrüßungsgeschenk. Heiderdaus. Wo treibt der Veranstalter den Müll nur immer wieder auf. Eine asienweite Ausschreibung?? Letztes Jahr eine absolut wasserdichte "Funktions"jacke - allerdings von innen nach außen. So lässt sich auch bei niederschlagsfreiem Wetter eine Regenfahrt simulieren. Dieses Jahr eine "Wintermütze, auch als Schal verwendbar". Und jedes Mal wird die miese Qualität noch durch ein unbeschreibliches Logo potenziert. Ebay-Verkauf unmöglich, selbst der Modegeschmack meiner Vierjährigen verbietet selbiger die Annahme:


Schnickschnack. Insgesamt war der Eisbär-Ride wieder eine super Sache. Eine kaum schlagbare Motivation, sich zu dieser Jahreszeit auf den Sattel zu schwingen und den Trainingsstand mit anderen zu messen. Und die Oberailsfeldausfahrten haben ihre Wirkung gezeitigt...

Dienstag, 6. Januar 2009

Hometrails #3

Vor oder besser gesagt während des diesjährigen Wintereinbruchs zog es uns noch einmal hinaus, um so richtig Punkte für den Winterpokal zu sammeln - und um das sonntägliche Mittagessen in DER Winterkneipe unseres Vertrauens einzunehmen. Auch sollte endlich der Beweis erbracht werden, dass besagter Ort sehr wohl noch im Einzugsbereich der MTB-Hometrails liegt.

Bei leichtem Schneefall verließen wir also Bamberg. Obwohl uns unser dritter Mitstreiter im Stich ließ und warnend unkte, erklommen wir den Gügel und rollten - "endlich mal im Grundlagenbereich" - über den Jura nach Aufseß. Durch gleichnamiges Tal konnte wir ob der Witterung fast ohne durch Wanderer gebremst zu werden cruisen, bevor die letzte "Prüfung" anstand: der Frisörweg von Doos nach Köttweinsdorf. Ein bisschen wie seinerzeit vor Moskau: Kälte, Schnee, schwieriges, weil steiles Gelände, verfahren (ok, das war damals nicht der Fall) - aber so kurz vor dem Ziel wollten wir nicht aufgeben. Doch schließlich tauchte SIE auf: die Weiße Marter!


Dann hieß es nur noch hinunterrollen zum Held nach Oberailsfeld, aufwärmen, legendäre Roulade einwerfen - und zurück. Erst nach Doos, dann über schneeverwehte Straßen mit kleinkanadischem Flair nach Störnhof und durch die Veilbronner "Schlucht".


Nun wirklich wieder auf Hometrails ging es über den Bikezirkus Tiefenellern nach Hause. Damit war es bewiesen: Es gibt kürzere Touren, aber wer im Winter mit dem Bike zum Held will, fühlt sich danach wie ein kleiner...

Freitag, 26. Dezember 2008

Weihnachten


Was wäre ein Blog ohne einen Weihnachts-Post. Ok, ok, ich will mich jetzt hier nicht über den Sinn und Unsinn von Weihnachten auslassen. Aber so gelegentlich gibt es auch für einen nüchternen Betrachter des Weihnachtsfests noch magische Momente. Auf seinem Bike sitzend und durch den durchfrosteten Wald bikend, sich vor weihnachtlichen bzw. familiären Nachstellungen sicher wähnend, völlig entspannt in dem Gastronomiebetreib des Vertrauens einlaufend ereilt einen unerwartet ein Weihnachtswunder. Der Wirt und Brauer (das Geld wird offensichtlich nicht für Marketing verschwendet), an sich schon spirituell, tritt - ohne Aufforderung - an den Tisch, fragt standardisiert "Und, wo wart'er heut'?", und legt jedem zwei, aj zwei, nicht nur eine, zwei Biermarken auf'n Tisch: "Weil Weihnachten is." Weihnachten ist halt eine ganz besondere Zeit - auch und gerade in Franken.


Anders ließe sich das Grinsen im Gesicht eines Frankens auch nicht erklären. Außer mit drei Biermarken ;-) ...

Mittwoch, 10. Dezember 2008

"Unterhopft"


Da sag' noch mal einer was gegen unsere Jugend. Auf Platz 3 bei der Wahl des Jugendworts des Jahres: "Unterhopft" - besser lässt sich der Zustand nach längerer oder kürzerer körperlicher oder geistiger Anstrengung kaum benennen. Jahrelang war ich auf dem Holzweg, irrgeführt von manipulativen Dextro-Energen-Werbeclips. Von wegen "unterzuckert"! Und irgendwie haben wir es ja schon immer geahnt, zieht es uns doch schon immer hin zur Hopfenquelle. Wie jung ich mich auf einmal wieder fühle ;-)

Alter ist eben eine sehr subjektive Kategorie. In den Augen der jugendlichen Wortschöpfer bleibe ich allerdings ein Kandidat für die "Gammelfleischparty"! :-(